Industrieverband Klebstoffe e.V.

Kleben im Baubereich

Tapeten, Bodenbeläge oder Isolierglasfenster gehören heute zu den selbstverständlichen Annehm-lichkeiten unseres täglichen Lebens, die nur durch den Einsatz von Kleb- und Dichtstoffen möglich gemacht werden. Unterschiedliche Boden-beläge wie z.B. Linoleum, Gummi- und Textilbeläge sowie Fliesen und Parkett haben nicht nur ihre spezifischen Eigenschaften, sondern ebenfalls spezielle Anwendungsbereiche mit unterschiedlichen Anforderungsprofilen. Klebstoffe zur Verlegung dieser Materialien müssen daher auf die jeweiligen Anforderungen zugeschnitten sein.
Tapeten werden in der Regel mit Klebstoffen auf der Basis von Celluloseethern geklebt; für schwerere Tapetenqualitäten bietet die Klebstoffindustrie stärker belastbare Spezialklebstoffe an.
In Gewerbeobjekten, öffentlichen Bauten und speziellen Einrichtungen werden an die Klebstoffe jedoch deutlich höhere Anforderungen gestellt. So werden zum Beispiel Gummibeläge in Flughäfen und Bahnhöfen maschinell nass gereinigt, so dass der Klebstoff nicht nur die immensen Kräfte der Rotationsbürsten der Reinigungsmaschinen auszuhalten hat, sondern er muss ebenfalls dem in die Klebefuge eindringenden Wasser widerstehen. Insbesondere im OP-Bereich von Krankenhäusern oder in Räumen mit EDV-Anlagen ist die elektrische Leitfähigkeit von Belag und Klebstoff eine unbedingte Voraussetzung. In Laboratorien muss der eingesetzte Klebstoff für keramische Beläge chemikalienbeständig sein.

Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe

Neben der mechanischen Beanspruchung, die ein Klebstoff zu bestehen hat, fordern kritische Verbraucher mit Recht verläßliche Aussagen über Raumluftbelas-tungen. Verlangt werden Baustoffe, die keine flüchtigen, organischen Stoffe (Emissionen) an die Raumluft abgeben und nicht zu Gerüchen führen.
Führende Unternehmen der deutschen Klebstoffindustrie haben deshalb die Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte e.V. (GEV) gegründet. Zweck dieser Initiative ist es, Planern, Verbrauchern und Fachhandwerkern firmenübergreifend und wettbewerbsneutral eine einfache und verlässliche Orientierungshilfe bei der Beurteilung und Auswahl von Verlegewerkstoffen unter Gesichtspunkten des Verbraucher-, Umwelt- und Arbeitsschutzes zu geben.

Das Produkt-Kennzeichnungssystem EMICODE

Verlegewerkstoffe, die mit dem GEV-Zeichen EMICODE EC1 PLUS als "sehr emissionsarm" gekennzeichnet sind, bieten größtmögliche Sicherheit vor Raumluftbelastung. Dem System EMICODE liegen eine exakt definierte Prüfkammeruntersuchung und strenge Einstufungskriterien zugrunde. Sie wurden vom Technischen Beirat der GEV mit fachlicher Unterstützung durch das Umweltinstitut  Eurofins, das Teppich Forschungsinstitut (TFI) und die Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichboden (GuT) erarbeitet.
In regelmäßigen Fachtagungen informiert die Technische Kommission Bauklebstoffe über aktuelle Themen und Fragestellungen aus dem Bereich "Klebstoffe in der Fußbodentechnik".

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