Page 12

IVK_Kleben_fuers_Leben_2015

Bei Rot da steh, bei Grün da geh, bei Gelb gib acht: Über die Bedeutung der Ampelfarben weiß heute jedes Kind Bescheid. Diesen Umstand machte sich ein Chemiker zunutze, indem er einen speziellen Klebstoff kreierte, der nach demselben Prinzip funktioniert, wie die 12_Kleben fürs Leben allseits bekannte Verkehrsampel. Ein Farb-Indikator im Klebstoff zeigt Anwendern den Aushärtungsverlauf, die Festigkeit und die Haltbarkeit des intelligenten Produktes an. Dadurch wird die verfrühte Belastung von gefügten Bauteilen effektiv verhindert. Anwendungsvielfalt ohne Grenzen Die Technologie der Farbdarstellung ist für keinen bestimmten Anwendungszweck konzipiert worden. Da sie sich auf eine Vielzahl von Klebstoffen übertragen lässt – und jeder Klebstoff sein ganz eigenes Anwendungsprofil besitzt – ist die Ampeltechnik nahezu universal einsetzbar. Egal, ob in der Industrie, im Bauwesen oder im Privathaushalt – Klebstoffe mit integriertem Farbindikator könnten in unterschiedlichen Bereichen gute Dienste leisten. Denn sie vereinen Flexibilität, „Intelligenz“, Sicherheit und leichte Handhabung. Eine Kombination, die Profis und Laien gleichermaßen überzeugt. Ein Farbsystem macht das Kleben zum Kinderspiel Das Prinzip ist denkbar einfach: Der Ampelklebstoff enthält Farbmittel, die auf Änderung ihrer chemischen Umgebung reagieren. Dies lässt sich am Beispiel eines 2-Komponenten- Klebstoffs gut illustrieren. Rot und weiß zeigen an, dass der Klebstoff einsatzbereit ist. Verbinden sich die beiden Komponenten in der Mischdüse, kommt ein gelber Klebstoff aus der Kartusche heraus. Dieser ist etwa eine halbe Stunde lang modellierbar, bevor er aushärtet und sich Wenn aus Fehlschlägen Erfolge entstehen Klebrige Farbrevolution Ob Mikrowelle, Penicillin, Teebeutel oder Kartoffel-Chips – zahlreiche Erfindungen, auf die heute niemand mehr verzichten möchte, entstanden durch Zufall. So auch die eines Chemikers aus Neuss. Beim Experimentieren mit Farbstoffen erfand er den sogenannten Ampelklebstoff.


IVK_Kleben_fuers_Leben_2015
To see the actual publication please follow the link above