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IVK_Kleben_fuers_Leben_2015

Briefmarkengummierung Das klebrige Geheimnis wird gelüftet Ohne gültige Briefmarke kommt keine Postsendung an – das sind jedes Jahr mehr als drei Milliarden Marken. Wie selbstverständlich werden Urlaubskarten, Liebesbriefe, Pakete und Co. mit den kleinen, bunten Wertzeichen beklebt. Wer aber hat schon einmal darüber nachgedacht, wie Briefmarken kleben? Oder woraus der Klebstoff, auch Gummierung genannt, besteht? Die Erfolgsgeschichte beginnt in Bayern Vor 166 Jahren fand hierzulande eine bedeutende Revolution statt. Die Märzrevolution? Nein, die ereignete sich ein Jahr zuvor. Gemeint ist eine bahnbrechende Umwälzung im Postwesen. 36_Kleben fürs Leben 1849 kam im Königreich Bayern mit der „Schwarzen Einser“ die erste Briefmarke Deutschlands heraus. Wie ihre heutigen Nachfolger wurde sie auf Postsendungen geklebt, um diese zu frankieren. Die Klebmasse, die dazu verwendet wurde, hat mit den aktuell gebräuchlichen hauchdünnen Klebstoff Beschichtungen allerdings nichts gemein. Damals – im 19. Jahrhundert – war es üblich, Briefmarkenklebstoff aus Zuckermelasse und Kartoffelstärke, gelegentlich auch aus Fischleim herzustellen. Heute begehrte Sammlerstücke, stießen derartig gummierte Postwertzeichen bei den damaligen Verbrauchern auf wenig Gegenliebe. Ihr penetranter Geruch und Geschmack sorgte lediglich für verzogene Gesichter. Weiteres Manko: Die Klebstoffe waren technisch noch relativ unausgereift – Briefmarken hafteten oft aneinander und fielen häufig ab. Zudem befürchteten die Leute seinerzeit, dass der Kartoffelkleister ein Träger giftiger Keime sein könnte. Eine neue Gummierungsart musste also her. Ohne Fehler keinen Fortschritt Mit der Entwicklung synthetischer © Abenteuer Morane


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