Technologie

IVK_Kleben_Fuers_Leben

Belag wechsl e dich Eine Seite leuchtend rot, die andere Seite schwarz, so sieht der typische Tischtennisschläger aus. Und doch ist jeder Schläger ein Unikat. Das ergibt sich aus den vielen Variationen zwischen Schlägerholz und Schlägerbelag. Vereins- und Profispieler tauschen den Belag ihrer Schläger regelmäßig aus und kleben ihn mit einem Spezialklebstoff auf das Holz. Die in Tischtennisshops erhältlichen Klebstoffe müssen ganz speziellen Anforderungen gerecht werden. Das Wichtigste: Der Klebstoff sorgt für eine sichere Verbindung zwischen dem Elastomer-Belag und dem Holz, sodass der Belag fest haften bleibt, egal bei welcher Belastung. Gleichzeitig besitzt er die Eigenschaft, sich leicht vom Holz ablösen zu lassen. 18_Kleben fürs Leben © ESN – Deutsche Tischtennis Technologie © ESN – Deutsche Tischtennis Technologie Noppengummi, Schwamm und die Klebschicht. Nur so können die Spieler ihre Beläge regelmäßig und problemlos wechseln. Dabei darf das Holz nicht beschädigt und keine Holzfasern mit ausgerissen werden. Für diesen Zweck kommen meist Klebstoffe auf Latex-Basis zum Einsatz. Aufgrund einer zusätzlichen elastischen Eigenschaft werden sie gerne verwendet. Lösemittelhaltige Klebstoffe sind hier verboten. Bahnbrechend war das sogenannte „Frischklebeverbot“, welches vom Internationalen Tischtennis Verband (ITTF) zum Gesundheitsschutz beschlossen wurde. Beim „Frischkleben“ wurden Klebstoffe genutzt, die flüchtige organische Lösemittel enthielten. Hierbei wurde kurz vor Spielbeginn der Gummibelag mit einem sogenannten Frischklebstoff auf das Schlägerholz geklebt. Der Klebstoff wird nur leicht angetrocknet, ist also bei Spielbeginn noch „frisch“. Durch das „Frischkleben“ wird der Schläger schneller, spinfreudiger und lauter. Seit 2008 ist die Verwendung dieser Klebstoffe verboten und somit auch das „Frischkleben“. Als Alternative gibt es inzwischen Beläge mit eingebautem Frischklebeeffekt. Diese fertigen Schläger dürfen allerdings die von der ITTF festgelegten Grenzwerte an flüchtigen organischen Substanzen nicht überschreiten.


IVK_Kleben_Fuers_Leben
To see the actual publication please follow the link above