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Die Liste der Möbel im Eigenheim ist lang: Bett, Kleiderschrank, Regale, Esstisch samt Stühlen und Sitzbank und die Küchenzeile sind nur wenige Beispiele. Der Großteil der Möbel wird industriell hergestellt, bei dessen Produktion Klebstoffe eine wichtige Rolle spielen. Mit ihnen ist nicht nur eine preisgünstige Serienherstellung möglich. Der Einsatz moderner Klebetechnologien erlaubt die Kombination unterschiedlichster Materialien und somit eine grenzenlose Designvielfalt. Im Durchlaufverfahren auf vollautomatischen Maschinenstraßen erfolgt die Produktion der Möbel – mit maßgeschneiderten Klebstoffen, sowohl für die Beschichtung der Möbeloberflächen als auch für die Kantenklebung. Die Möbelteile bestehen meist aus Spanplatten, die von beiden Seiten mit dekorativen Oberflächen beschichtet beziehungsweise beklebt werden. Möbelhersteller beschichten die Spanplatten selbst, entweder mit dem Harnstoff-Harz-Leim-System oder mit Dispersionsklebstoffen. Welche Klebestoffmethode verwendet wird, hängt ganz vom Material der dekorativen Flächen (Furnier oder Folie) ab. 30_Kleben fürs Leben Ist die Spanplatte beschichtet, folgt die Kantenklebung. Auch hier wird passend zum Kantenmaterial (Furnier, Papier oder Kunststoff) der entsprechende Klebstoff ausgewählt. Im Unterschied zur Oberflächenbeschichtung, erfolgt die Kantenklebung mithilfe von Schmelzklebstoffen. Aufgrund ihrer Eigenschaft innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde auszukühlen, haben sich die thermoplastischen Polymermischungen für schnelle Produktionsprozesse bewährt. Das Standardverfahren erfolgt mit EVA-Hotmelts (Schmelzklebstoffe auf Basis von Ethylenvinylacetat). Bei der Kantenklebung wird zwischen gefüllten und ungefüllten Klebstoffen differenziert. Während die gefüllte Klebung die kostengünstigere Variante ist, zeichnet sich eine ungefüllte Klebung durch die kaum sichtbare Klebfuge aus. Ein Vorteil insbesondere hinsichtlich Design. Die Lasertechnik stellt eine neuentwickelte Methode der Kantenklebung dar, bei der das Kantenmaterial mit einer Art Schmelzklebstoff vorbeschichtet wird. Durch Reaktivierung des bereits angebrachten Klebstoffs, benötigen Hersteller keinen zusätzlichen Klebstoff mehr. Zudem ist die Klebfuge unsichtbar. © dazarter / Fotolia.com


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