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Kleben fürs Leben_37 Warum kann ein Gecko kopfüber die Decke entlang gehen? Und was für ein Klebstoff produziert der Salamander, der die Münder anderer Tiere zukleben kann? Die Natur birgt viele Geheimnisse, die es zu entdecken gibt und von denen die Wissenschaft Nutzen ziehen kann. Ein Beispiel sind biomimetische Klebstoffe – Klebstoffe nach dem Vorbild der Natur. Doch bis es zur Herstellung eines neuen Klebstoffs kommen kann, gehen Jahre von Forschung und Entwicklung voraus. Wie die Wissenschaft von der Natur lernt zeigen die folgenden „Naturwunder“. Kl appe zu! Ein Salamander in Gefahr weiß sich zu wehren. Kommt ein Räuber zu nahe, sondert der Salamander Hautsekret ab, der bei Kontakt dem Feind den Mund zu klebt. Die Struktur der Klebedrüsen sowie die Zusammensetzung des Klebstoffs interessieren Forscher an der Fakultät für Lebenswissenschaften in Wien. Ihr Ziel: Klebstoffe für medizinische Zwecke zu gewinnen, die keine gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen mit sich bringen. Noch ist unklar, wie der in den Hautdrüsen produzierte Klebstoff klebt, dennoch besteht Hoffnung, dass in einigen Jahren erste Klebstoff-Prototypen entstehen könnten. Auf zu neuen Höhen Kletterpflanzen wie Wilder Wein und Efeu sind meist an Häusern, Mauern und Zäunen zu finden. Sie zu entfernen ist nicht ganz so einfach, denn mit ihren Ranken beziehungsweise Wurzeln kleben sie sich an den Oberflächen fest. Diese starken Hafteigenschaften versuchen Forscher für technische Zwecke zu nutzen. Gewonnenes Know-how aus den Kletterpflanzen könnte in Zukunft für neuartige Klebeverbindungen genutzt werden. Sogenannte Haftpads an den Ranken von Wildem Wein ermöglichen ein Anhaften am Putz einer Mauer oder an der Rinde eines Baumes. Mit einem Durchmesser von lediglich drei Millimetern, sind die Haftpads recht klein, sieben bis neun Pads befinden sich meist an einer Ranke. Das Erstaunliche: Ein Haftpad kann an die 600 Gramm Gewicht tragen, sobald es sich einmal festgeklebt hat. Efeu klettert anhand von Wurzeln, die kleine Wurzelhärchen aufweisen. Auf der Oberfläche jedes einzelnen Wurzelhaares befinden sich Vesikel mit einer klebrigen Flüssigkeit. Sobald der Efeu mit seiner Umgebung in Berührung kommt, platzen die Vesikel mit dem Klebstoff auf und das Härchen haftet sich fest. © Gorilla / Fotolia.com © martiposa / Fotolia.com © Azaliya (Elya Vatel) / Fotolia.com


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