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Kleben fürs Leben_19 möglichst hohe Stabilität sicherzustellen, ist die Materialmenge so berechnet, dass sich die einzelnen Schichten auch miteinander verbinden. Im Vergleich zum FDM-Verfahren lassen sich beim 3DP-Druck auch ohne zweites Material überhängende Strukturen problemlos realisieren, denn das überflüssige Pulver wird erst am Ende des Fertigungsprozesses entfernt und dient solange als Stützstruktur. Spannende Lösungen könnte die Technik insbesondere für medizinische Zwecke bieten. So ließen sich beispielsweise noch während einer Operation passgenaue Implantate aus Keramikpulver und Klebstoff als Knochenersatz herstellen. Dabei sind mit 3D-Druckern gefertigte Teile für die Medizin nicht mehr ganz neu. Schon seit einigen Jahren kommen sie zur Erstellung von Kieferprothesen zum Einsatz. Und wer weiß, vielleicht können wir unseren sicherheitshalber abgeschlossenen Bausparvertrag in naher Zukunft guten Gewissens auflösen und uns das Eigenheim einfach selbst ausdrucken. Beeindruckende Möglichkeiten bietet auch das 3DP-Verfahren. Diese Vorgehensweise funktioniert ähnlich wie das FDM, mit dem Unterschied, dass die einzelnen Schichten aus feinem Pulver und Klebstoff entstehen. Der unterste Layer ist eine Pulverschicht auf dem Druckbett, auf die der Grundstock aus Klebstoff aufgetragen wird. Eine Rakel legt die frische, sehr feine Pulverschicht über das erste Bild. Der Vorgang wiederholt sich so lange, bis das 3D-Modell fertig ist. Nach jedem neuen Layer wandert das Pulverbett ein kleines Stück nach unten. Um eine © 3D Print Canal House


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