Estrichfeuchtemessen nach der KRL-Methode
Die Messung der relativen Feuchte von Estrichen ist perfekt geeignet, die Belegreife eines Estrichs zu beurteilen. Die KRL-Messmethode ist ein genormtes Verfahren zur Bestimmung des Feuchtezustands von Estrichen nach DIN EN 17668. Mit ihr kann die korrespondierende relative Luftfeuchte (KRL) einer Stemmprobe ermittelt werden, die als zuverlässiger Indikator für den Feuchtezustand eines Estrichs vor dessen Belegung dient.


KRL-Methode:
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sicher
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einfach
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universell
Sicher, weil …
… Feuchteschäden zuverlässig vermieden werden!
Einfach, weil …
… Wiegen, Schütteln und Stoppuhr überflüssig sind!
Universell, weil …
… sie für alle Estriche anwendbar ist!
Alles Wichtige zur KRL-Methode
06. November 2024
• Technisches Hinweisblatt 05 des BVPF – „KRL-Messmethode – Ermittlung und Beurteilung der Belegreife hinsichtlich der Trockenheit des Untergrundes“
Quelle: Bundesverband Parkett und Fußbodentechnik, 10117 Berlin
05. November 2024
• Hinweisblatt der Schnittstelle Fußboden: Informationen zur Belegreife
20. September 2024
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VDPM und IGE im technischen Dornröschenschlaf – Eine Stellungnahme zu „KRL-Methode ist keine praktikable Baustellenlösung“
– Autor: Dr. Thomas Brokamp
⇒ Artikel, auf den sich die Stellungnahme bezieht: VDPM und IGE sprechen sich gegen neue Messmethode aus „KRL-Methode ist keine
praktikable Baustellenlösung“ (Quelle: „FussbodenTechnik 05 / 2024“, www.fussboden.tech)
• TKB-Merkblatt 18 zum Download
Berichte zur KRL-Methode:
• TKB-Bericht 1
• TKB-Bericht 2
• TKB-Bericht 3
• TKB-Bericht 4
• TKB-Bericht 5
• TKB-Bericht 6
• TKB-Bericht 6a
• TKB-Bericht 7
• TKB-Bericht 7a
• TKB-Bericht 8
• TKB-Bericht 10
• TKB-Bericht 11
• Technisches Hinweisblatt 05 des BVPF – „KRL-Messmethode – Ermittlung und Beurteilung der Belegreife hinsichtlich der Trockenheit des Untergrundes“ Quelle: Bundesverband Parkett und Fußbodentechnik, 10117 Berlin
Diese Liste von Geräteherstellern erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Empfehlung zugunsten eines Herstellers dar. Sie kann durch weitere Hersteller ergänzt oder gekürzt werden. Eine Gewähr dafür, dass die Hersteller die beschriebene Prüfung in der ausgeschriebenen Form oder Qualität durchführen, wird durch die Aufnahme in diese Liste nicht übernommen.
KRL-Erklärvideo
KRL-Anwendungsvideo
FAQs
Bei der Bohrlochmethode muss die Feuchtemessung in einer definierten Tiefe in Bezug auf die Gesamtdicke (40 bis 55 %, je nach Rezeptur) erfolgen, was bei Estrichen, wegen ihrer geringen und unterschiedlichen Schichtdicken, nicht möglich ist.
Ja, die KRL-Methode ist nach DIN EN 17668 genormt und entspricht damit dem Stand der Technik.
Ja, sie ist die sicherste Methode zur Ermittlung der tatsächlichen Belegreife von Estrichen mit EZM („Beschleunigte“ Estriche).
Normgerechte Messgeräte weisen eine Messungenauigkeit von max. 3 % auf, sehr gute Geräte von 1 bis 2 %. Bei angezeigten 80 % r. F. liegt also der wahre Wert zwischen ca. 78 und 82 % r. F.
Die Methodenungenauigkeit liegt im Bereich der Belegreife bei Verwendung eines KRL-Messbechers bei ca. 3 %, bei der CM-Messung sind es ca. 10 % (TKB-Bericht 8), d. h. bei gemessenen 80 % r. F. liegt der wahre Wert zwischen ca. 77 und 83 % r. F.
Geräte, die die Normanforderung erfüllen, beginnen bei ca. 350 €, hochwertigere Geräte liegen im Preissegment von ca. 500 – 1000 €.
Das Ergebnis einer KRL-Messung ist ein zuverlässiger Indikator mit der größten Aussagekraft für die Beurteilung der Belegreife, da es direkt die Triebkraft, mit der die Feuchte aus dem Estrich entweichen will, misst und damit Feuchteschäden bei Einhaltung der Belegreifgrenzwerte sicher vermieden werden.
Nein, die Raumluftfeuchte beeinflusst nicht das Ergebnis der KRL-Messung.
Temperaturänderungen des Prüfgutes während der Messung verfälschen das Ergebnis und müssen vermieden werden.
Dann wird eine Ergebniskorrektur empfohlen (bei niedrigeren / höheren Temperaturen muss vom KRL-Wert pro °C, das von 20 °C abweicht, um absolut 0,4 % r. F. abgezogen / zugezählt werden), d. h. werden bei 10 °C 75 % r. F. gemessen, müssen 4 % r. F. zugezählt werden, also 75 % + 4 % = 79 %. Dieser Wert (79 % r. F.) kann dann für die Beurteilung herangezogen werden.
Nein, im empfohlenen Temperaturbereich von 15 °C bis 25 °C ist der Temperatureinfluss vernachlässigbar.
Bei der CM- oder Darrmessung wird eine material- und messmethodenabhängige Wassermenge (Feuchtegehalt) bestimmt, während die KRL-Methode direkt die materialunabhängige Triebkraft, mit der Feuchte aus dem Estrich entweichen will, als korrespondierende relativen Luftfeuchte (KRL) misst.
Nein, diese kann es nicht geben, weil der KRL-Wert material-/rezepturunabhängig ist, der CM-Wert/Feuchtegehalt jedoch von der Estrichzusammensetzung abhängt.
Ja, Untergründe mit ternären Schnellzementsystemen (SZ-T) können belegreif sein, wenn ihr KRL-Wert über den Grenzwerten von 80 % r. F./75 % r. F. liegt, da bei diesen Systemen die Formulierung sicherstellt, dass überschüssiges Wasser nach der Belegung innerhalb kürzester Zeit chemisch gebunden und somit nicht schadenswirksam wird.
Man kann die Grenzwerte auch höher setzen und damit die Wartezeiten bis zur Belegreife verkürzen, was aber mit mehr Schadensfällen einhergehen würde; Ziel muss ein gesunder ökonomischer Kompromiss sein.
Die Begriffe „freies Wasser“ und „schadenswirksame Feuchte“ sind chemisch oder physikalisch nicht definiert, aus ihnen lässt sich kein Rückschluss auf die Belegreife ziehen.
Die Messung kann beendet werden, sobald der Gleichgewichtszustand hinreichend erreicht ist, was bedeutet, dass sich der Messwert innerhalb von 3 Minuten nicht wesentlich ändert (1 % r. F.), wobei dies in der Regel bei Verwendung eines KRL-Messbechers spätestens nach 15 Minuten der Fall ist, obwohl nach ca. 10 Minuten oft schon ein Wert nahe dem Gleichgewicht vorliegt.
Der so ermittelte KRL-Wert entspricht dem Wert der relativen Luftfeuchte, der sich nach der Verlegung im Estrich unter dem Belag einstellt.
Der KRL-Wert ist materialunabhängig und folglich auch unabhängig von der Materialmenge, sofern das Messgerät vorschriftsmäßig eingesetzt wird.
Ausschlaggebend ist die Prüfgut- und damit die Bodentemperatur, weil durch die thermische Isolierung des Messbechers, die Prüftemperatur während des Messvorgangs praktisch konstant bleibt.
Die CM-Belegreifgrenzwerte wurden im zeitlichen Verlauf mehrfach, auch aufgrund eher seltenerer Feuchteschäden, so weit abgesenkt, dass ein erheblicher „Sicherheitspuffer“ besteht, der die Messungenauigkeiten in den allermeisten Fällen – aber nicht immer – abfängt; der KRL-Belegreifgrenzwert orientiert sich an den bestehenden CM-Grenzwerten, bei gleichzeitig erhöhter Messgenauigkeit.
Ihre Frage zur KRL-Methode ist hier nicht aufgeführt? Helfen Sie uns gerne dabei noch offene Fragen zu klären. Senden Sie uns Ihre Anfrage an info@klebstoffe.com.
Wir werden sie beantworten und hier ergänzen.



