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Neben den Olympischen Spielen in London, war es der Höhepunkt für die deutschen Tischtennisspieler in der Saison 2012: Die Weltmeisterschaft im eigenen Land. 11.000 Zuschauer in der ausverkauften Westfalenhalle in Dortmund sahen das Finale der Tischtennis-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr. China gegen Deutschland, die beste Tischtennisnation der Welt gegen die Zweitbeste. Trotz einem sehenswerten und spannenden Match musste sich Deutschland am Ende 3:0 geschlagen geben. Dennoch verdiente sich die Mannschaft rund um Timo Boll Respekt für ihre Leistung gegen die chinesische Mannschaft bestehend aus den besten Weltranglisten Spielern. Es sind nur Bruchteile einer Sekunde, die über Sieg oder Niederlage im Tischtennis entscheiden können. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von rund 100 bis 150 Kilometern pro Stunde, die der Ball bei einem Tischtennisspiel erreichen kann, und der kurzen Distanz, die der Ball hinter sich legt, haben die Spieler nur eine sehr kurze verbleibende Reaktionszeit: knapp eine Hundertstelsekunde. Kein Wunder, dass das beliebte Tischtennisspiel damit zu den schnellsten Rückschlagsportarten der Welt gehört. Doch ohne einen Schläger mit dem richtigen Belag und dem Klebstoff ist solch eine Leistung kaum möglich. Denn der Schlägerbelag hat einen großen Einfluss auf die Geschwindigkeit und Rotation, in der der Tischtennisball gespielt werden kann. Und das ist inzwischen High-Tech vom Feinsten: Timo Boll, Xu Xing, Dimitrij Ovtcharov und Co. verlassen sich ganz auf Klebstoffe, die die Spieleigenschaften von Schlägerbelägen maßgeblich beeinflussen. Sportgerät für höchs te Leistungen „Der Tischtennisschläger ist ein Hochleistungs-Sportgerät bestehend aus einem Holz und zwei Belägen. Die Beläge selbst setzen sich aus zwei Elementen zusammen, dem Noppengummi und dem Schwamm“, erklärt Dieter Landgraf von der ESN – Deutsche Tischtennis Technologie. „Vor allem der Tischtennisschlägerbelag für den gehobenen Vereins- und Profisport ist ein Produkt, welches hohen technischen Anforderungen und Eigenschaften unterliegt, vergleichbar mit den Anforderungen, die die Formel 1 an die Reifen der Rennwagen stellt.“ Denn neben den erreichbaren Höchstgeschwindigkeiten und der sehr kurzen Reaktionszeiten, ist der Schläger durch die Kontaktzeit des Balls hohen Belastungen ausgesetzt. Zwar liegt die Kontaktzeit gerade einmal bei einer 1/1.000 Sekunde, doch die Kräfte, die beim Auftreffen des zwei Gramm leichten Balls aufkommen sind beachtlich: Mit 100 Newton (= zehn Kilogramm) fordert er eine extreme Belastung für den Elastomer-Belag. Eine 16_Kleben fürs Leben Klebstoffe im Tischtennis müssen extremen Belastungen standhalten. weitere Besonderheit ist der Spin des Balls, der bis zu 150 bis 180 Hertz betragen kann. Bei dieser hohen Frequenz kann die Rotation, die mit dem Belag erzeugt wird, bis zu 10.000 Umdrehungen die Minute erreichen. Je nach Schlagtechnik kann es sogar zu einer Spin-Umkehr während der Kontaktzeit kommen. Ohne den richtigen Tischtennisschlägerbelag kaum machbar. Als Hersteller von Belägen nutzt die ESN Klebstoffe um den Noppengummi und den Schwamm zu verbinden. „Beim Noppengummi handelt es sich um ein Elastomerprodukt, welches im Wesentlichen aus Naturkautschuk


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